Sparpläne mit Aktienfonds

Einmal angenommen, Sie hätten die Wahl!

Was wäre Ihnen lieber?
  • Die Aktienkurse steigen und bleiben für längere Zeit oben.
  • Die Aktienkurse fallen und bleiben für längere Zeit unten.

Die meisten Anleger bevorzugen instinktiv die erste Antwort.

Doch ist das vernünftig?

Tatsächlich sollten Sie diese Antwort nur dann bevorzugen, wenn Sie in naher Zukunft Verkäufer von Aktien sein werden, also - beispielsweise im Rahmen eines Auszahlplanes Ihren Aktienbestand - aufzehren möchten.

Wenn Sie hingegen in Zukunft - beispielsweise im Rahmen eines Sparplanes - Geld in Aktien anlegen möchten, dann sollten Sie die zweite Antwort bevorzugen, denn fallende Aktienkurse ermöglichen es Ihnen, für eine gegebene Sparrate mehr Unternehmensanteile zu erwerben (s. Cost Average Effekt).

So hätte eine Fortsetzung der aktuellen Börsenbaisse für langfristig orientierte Sparplan-Anleger durchaus einen positiven Effekt, denn Sie könnten in einem solchen Umfeld deutlich mehr Anteile ansammeln als wenn die Kurse weiter auf hohem Niveau verharren würden.

Beispielrechnung

Wenn Sie 16 Jahre lang jeden Monat 500 DM sparen (also insgesamt DM 96.000,--) hätten Sie bei einer Rendite von 8% ein Guthaben von DM 194.895,-- erwirtschaftet.

Wie Sie in der nachstehenden Grafik erkennen können, wurde bei einem realen Sparplan mit einem schwankenden Aktienfonds für den selben Zeitraum tatsächlich ein Wert von DM 246.202,-- erwirtschaftet! Eine nette Entschädigung für die erlittenen seelischen Qualen. Finden Sie nicht auch?

Vergangenheitsentwicklung

Auch wenn Sie jetzt vielleicht glauben, daß die vergangenen Kursschwankungen wesentlich geringer waren als die heutigen.

Dies sieht rückwirkend nur so aus!

Denn wenn sich die Kurse einmal verdoppelt haben, sieht ein 30-prozentiger Einbruch auf einmal nur noch aus wie ein 15-prozentiger Einbruch. Auf heutiger Basis wohlgemerkt! Für den damaligen Anleger war er genau so schlimm (oder so günstig?) wie für Sie der momentane Einbruch ist.


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