Bausparvertrag zur Immobilienfinanzierung

Ideal ist ein Bausparvertrag für eine Immobilienfinanzierung, wenn man:

  • Erst in einige Jahren einen Immobilie kaufen will, aber bereits jetzt darauf sparen will.
  • Eine laufende Finanzierung in einigen Jahren über einen Bausparvertrag ablösen will.
Wer bereits heute einen Immobilie kaufen will, und noch keinen zuteilungsreifen Bausparvertrag hat, muß eine Zwischenfinanzierung (bei einer Bank oder gleich bei der Bausparkasse) durchführen, die dann von dem später zugeteilten Bauspar-Darlehen getilgt wird.

Bei einer Immobilienfinanzierung mit Hilfe eines Bausparvertrages unterscheidet man daher zwei Phasen.

Die Ansparphase

In der Ansparphase muß die Bausparsumme bis zu einem festgelegten Prozentsatz angespart werden. Erst nachdem dieser Betrag erreicht wurde, kann der Bausparvertrag zugeteilt werden. Wenn man den Bausparvertag zur Finanzierung nutzen möchte, sollte der Prozentsatz möglich niedrig sein, damit der Darlehensanteil möglichst hoch ausfällt.

Die Zuteilung

Die Zuteilung eiens Bausparvertrages erfolgt, wenn eine von der Bausparkasse vorgegebene Einzahlung über einen festgelegten Zeitraum erfolgt. Hierzu müssen je nach Bausparkasse zwischen 40 - 60% der Bausparsumme eingezahlte werden. Erst wenn der Bausparvertag zugeteilt wurde, kann der Bausparer das Bauspar-Darlehen in Anspruch nehmen.

Die Tilgungsphase

Wenn der Bausparvertrag ausgezahlt wird, erhält der Bausparer sein angespartets Guthaben zusammen mit dem Bauspar-Darlehen ausgezahlt. Das Darlehen muß anschließend über einen festgelgten Zeitraum von meistens 10 Jahren zurückgezahlt werden.

Vergleich Bausparvertrag zur Immobilienfinanzierung

Hinweis: Wer jetzt schon weiß, daß er das Bauspardarlehen nicht in Anspruch nehmen wird, findet nachfolgend einen Bausparvertrag im Rendite Vergleich.

Fragen und Antworten zum Bausparvertrag

Wie hoch sollte die Bausparsumme sein?

Um eine möglichst schnelle Zuteilung zu ereichen, sollte die Bausparsumme so gewählt werden, daß über einen Zeitraum von 5 bis 6 Jahren zwischen 40% und 60% der Bausparsumme eingezahlt werden. Die optimale Rate hängt von den Bauspar-Bedingungen abhängig und ist bei jeder Bausparkasse verschieden.

Was sind die Vorteile des Bausparens?

Trotz der niedrigen Guthaben-Zinsen erfreuen sich Bausparverträge großer Beliebtheit, da man sich damit später auch niedrige Zinsen bei der Finanzierung sichert. Dies ist besonders in Hochzinsphasen interessant!

Zusätzliche Vorteile sind:

  • Darlehen bis 30.000 Euro benötigen keinen Nachweis der wohnwirtschaftlichen Verwendung.
  • Die Grundschuld wird nachrangig eingetragen. Eine zusätzlich finanzierende Bank kann daher im günstigen "ersten Rang" eingetragen werden.

Was sind die Nachteile des Bausparens?

In Niedrigzinsphasen ist der Vorteil der niedrigeren Zinsen entsprechend gering. Wer bereit ist, ein größeres Risko einzugehen, findet z.B. mit Fondssparverträgen lukrativere Sparmöglichkeiten, die in guten Börsenphasen sicher auch ein höheres Eigenkapital erwirtschaften, als dies mit Bausaprverträgen möglich wäre.

Die Tilgungsleistung eines Bausparvertages ist deutlich höher als bei einer Hypotheken-Finanzierung über eine Bank, da die Rückzahlung des Darlehens über einen relativ kurzen Zeitraum von meistens 10 Jahren erfolgen muß.


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