{"id":298,"date":"2013-04-14T18:05:55","date_gmt":"2013-04-14T16:05:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.finanzpartner.de\/blog\/?p=298"},"modified":"2020-11-24T12:50:15","modified_gmt":"2020-11-24T11:50:15","slug":"einlagensicherung-wie-sicher-ist-ihr-geld-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.finanzpartner.de\/blog\/einlagensicherung-wie-sicher-ist-ihr-geld-wirklich\/","title":{"rendered":"Einlagensicherung &#8211; Wie sicher ist Ihr Geld?"},"content":{"rendered":"\r\n<p>Um die Frage zur Einlagensicherung zu beantworten, muss man sich zuerst einmal ansehen, was die Banken mit dem ihnen von den Sparern anvertrautem Geld machen.<\/p>\r\n<p>Der Bankkunde stellt sich den Vorgang normalerweise so vor:<!--more-->Die Bank bekommt seine Ersparnisse und die von anderen Kleinanlegern, fasst sie zu gr\u00f6\u00dferen Betr\u00e4gen zusammen und verleiht diesen Betrag dann z.B. an K\u00e4ufer von Immobilien, Firmen oder dem Staat.<\/p>\r\n<p><strong>Tats\u00e4chlich ist es aber so<\/strong>, da\u00df die Bank das Geld des Sparers nicht direkt weiter verleiht, sondern dieses als Sicherheit bei der Bundesbank hinterlegt und im Gegenzug dazu des Recht erh\u00e4lt, das 100-fache dieses Betrages zu verleihen. Bei Staatsanleihen gestattet der Staat den Banken sogar (nat\u00fcrlich vollkommen uneigenn\u00fctzig) \u00fcberhaupt keine Sicherheiten zu leisten, <em>weil Staatsanleihen ja das sicherste sind, was man sich vorstellen kann<\/em>.<\/p>\r\n<p><strong>Das ganze nennt sich Teilreservesystem<\/strong>, weil immer nur ein Teil (aktuelle 1%) der verliehenen Gelder als Reserven hinterlegt werden m\u00fcssen. An und f\u00fcr sich eine sinnvolle Sache, den die Wahrscheinlichkeit, da\u00df alle Sparer gleichzeitig ihr Geld zur\u00fcckfordern ist relativ gering.<\/p>\r\n<p><strong>F\u00fcr die Bank hat das den sch\u00f6nen Vorteil<\/strong>, da\u00df man dem Sparer auf sein Guthaben zum einen nur sehr bescheidene Zinsen zahlen muss auf der anderen Seite aber auf den 100-fachen Betrag Zinsen kassieren kann. Und damit ist ja noch nicht Schlu\u00df! \u00dcber Kurz oder Lang landet das Darlehen wieder als Guthaben auf einer Bank und der ganze Kreislauf geht von neuem los. Auf den ersten Blick also in Gesch\u00e4ftsmodell, bei dessen gro\u00dfz\u00fcgigen Gewinnmargen sich die Frage nach einer Pleite oder einer Einlagensicherung eigentlich nicht stellen sollte.<\/p>\r\n<p><strong>Solange die Darlehen der Banken f\u00fcr den Erwerb von realen Verm\u00f6genswerten (Sachwerte) wie Firmen (also Aktien!), Immobilien, Produktionsmaschinen etc. verwendet wird ist das vielleicht sogar richtig.<\/strong> Denn reales Verm\u00f6gen ist auf dieser Welt begrenzt und die Darlehen sollten in der Regel diesen Wert nicht \u00fcbersteigen. Und selbst wenn ein Schuldner sich einmal \u00fcbernommen haben sollte, steht der Forderung ein Verm\u00f6genswert gegen\u00fcber der (vielleicht mit einem Abschlag) verkauft werden kann. Einen etwaigen Verlust kann die Bank in der Regel durch die sonst \u00fcppig anfallenden Gewinne locker abfangen. Doch selbst wenn nicht, handelt es sich um einen Einzelfall, der durch andere Banken, die davon nicht betroffen sind im Zuge der Einlagensicherung abgefangen werden kann.<\/p>\r\n<p><strong>Bei immatriellem Verm\u00f6gen sieht es allerdings ganz anders aus!<\/strong> Denn dem Darlehen steht kein pf\u00e4ndbares Gut gegen\u00fcber. Der potentielle Verlust f\u00e4llt also deutlich h\u00f6her aus. Au\u00dferdem sind bei den hohen Summen, die zur Finanzierung ganzer Staaten ben\u00f6tigt werden, mehr oder weniger alle Banken beteiligt.<\/p>\r\n<p>Wenn also in einer Finanzkrise, die sich in den vergangenen Jahren als <strong>Staatsschuldenkrise<\/strong> herausgestellt hat, ein Staat ausf\u00e4llt sind pl\u00f6tzlich mehr oder weniger alle Banken betroffen. Die dann nat\u00fcrlich von den anderen Staaten gleich wieder gerettet werden m\u00fcssen, mit Geldern, die man sich bei besagten Banken gleich wieder leihen muss. Also eine endlose Verschuldungsspirale. Die nicht mehr unterbrochen werden kann, denn wenn sie einmal l\u00e4uft, wird bei jeder Umdrehung der m\u00f6gliche Schaden weiter steigen. Und wer will das schon? Daher ist die Bankenrettung auch &#8222;<em>alternativlos<\/em>&#8222;.<\/p>\r\n<p><strong>Aber was passiert, wenn diese Spirale irgendwann doch mal an seine Grenzen st\u00f6\u00dft?<\/strong><\/p>\r\n<p>Dann passiert das, was man eigentlich vermeiden wollte. Nur f\u00e4llt dann alles von einem noch viel h\u00f6heren Niveau herunter.<\/p>\r\n<p>Nat\u00fcrlich kann der Staat auch in diesem Fall die garantierten 100.000 Euro jederzeit durch drucken von neuen Geldscheinen sicherstellen. Nur was k\u00f6nnen sie sich davon dann noch kaufen?<\/p>\r\n<h2>Mit oder ohne Einlagensicherung &#8211; Wie sicher ist Ihr Geld ?<\/h2>\r\n<p>Egal ob mit oder ohne Einlagensicherung. Sie bekommen im Ernstfall mit viele Gl\u00fcck vielleicht den garantierten Nennbetrag Ihres Geldes zur\u00fcck. Im Zweifel ist es gerade noch geeignet, sich bestimmte K\u00f6rperteile damit abzuwischen \ud83d\ude09<\/p>\r\n<h2>Was k\u00f6nnen Sie Tun?<\/h2>\r\n<p><strong>Kaufen Sie Sachwerte, bevor andere es tun!<\/strong><\/p>\r\n<p><strong>Aber:<\/strong> Bevor Sie jetzt schnell noch eine Immobilie auf Kredit kaufen, \u00fcberlegen Sie sich bitte vorher, ob Sie das Darlehen auch noch zahlen k\u00f6nnen, wenn Sie oder Ihr Mieter &#8222;pl\u00f6tzlich&#8220; in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Denn wie schwierig es ist, sich im Notfall von einer verschuldeten Immobilie zu trennen, k\u00f6nnen Sie zur Zeit sehr sch\u00f6n in Spanien beobachten. <strong>Die Immobilie ist dann zwar weg, aber die Schulden bleiben!<\/strong><\/p>\r\n<p><strong>Also: Retten Sie sich selbst, denn Sie rettet niemand!<\/strong><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um die Frage zur Einlagensicherung zu beantworten, muss man sich zuerst einmal ansehen, was die Banken mit dem ihnen von den Sparern anvertrautem Geld machen. 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