Strategie zur Vermeidung der Abgeltungssteuer

(18.04.2014: Überarbeitet wegen geänderter Links und zwischenzeitlich geschlossener Fonds)

Die Abgeltungssteuer kommt für neue Anlagen ab dem 01.01.2009. Aber wer vorher noch seine bestehenden Anlagen strategisch ausrichtet, kann die Steuer langfristig vermeiden.

Denn grundsätzlich sind alle Käufe, die vor dem 01.01.2009 erfolgen von der Abgeltungssteuer befreit. Erst wenn diese Anlagen umgeschichtet werden, fällt auf die Gewinne der neuen Anlage die Abgeltungssteuer an. Es ist daher entscheident, daß Fonds die am Stichtag im Depot liegen, möglichst lange nicht umgeschichtet werden müssen. Dazu bieten sich idealerweise breit streuende Fonds an, bei denen das Management flexibel auf das Marktumfeld reagieren kann.

Da aber die heutigen Ergebnisse guter Fonds nicht mit absoluter Sicherheit in die Zukunft fortgeschrieben werden können, sollte man bei der Fondsauswahl das Risko weiter streuen und in mehrere Fonds mit teilweise unterschiedlichen Strategien investieren. Wir empfehlen daher, je nach Anlagesumme das Vermögen auf bis zu 10 Positionen zu verteilen.

Mit den folgenden Informationen möchten wir Ihnen einige kleine Hilfen bei der Depotumstrukturierung im Zuge der Vorbereitung auf die Abgeltungssteuer geben.



Was ist die Abgeltungssteuer?

Zitat BMF: Ab 2009 soll die bisherige Besteuerung von Kapitalerträgen durch ein so genanntes Quellenabzugsverfahren ersetzt werden. Die Erhebung erfolgt dabei unabhängig vom persönlichen Einkommensteuersatz des Steuerpflichtigen. Die Besteuerung von Kapitalerträgen gilt damit als grundsätzlich abgegolten, was den wesentlichen Unterschied einer bislang angewandten Kapitalertragsteuer ausmacht.

Ab dem 01.01.2009 werden alle Gewinne aus Kapitalerträgen mit 25% pauschal besteuert!

Dies gilt auch für die bisher steuerfreien Kursgewinne. Hinzu kommen Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, so daß bei den meisten Anlegern eine Steuer um die 28 bis 29% herauskommt.

Die Abgeltungssteuer ersetzt die Einkommenssteuer auf Zinsen sowie die Einkommenssteuer auf Dividenden nach dem Halbeinkünfteverfahren. Die bisherige Spekulationsfrist entfällt.

Die bisherige Freigrenze, Werbungskostenpauschale und der Sparerfreibetrag werden mit Einführung der Abgeltungssteuer abgeschafft. Unter den neuen Sparerpauschbetrag von 801 Euro je Person, fallen zukünftig sämtliche Kapitalerträge inklusive Kursgewinne.

Die Abgeltungssteuer auf Kursgewinne fällt nur bei Wertpapieren an, die ab 01.01.2009 oder später gekauft worden sind. Kursgewinne bei Wertpapieren die bis zum 31.12.2008 gekauft worden sind bleiben strukturell steuerfrei. Eine Ausnahme bilden Zertifikate. Zertifikate die ab dem 14. März 2007 gekauft worden sind, können lediglich bis zum 30.06.2009 steuerfrei verkauft werden, bei einem späteren Verkauf würde Abgeltungssteuer anfallen. Zusätzlich gilt bis dahin weiterhin die Spekulationsfrist von einem Jahr.

Ist der persönliche Steuersatz niedriger als 25%, können die Betroffenen ihren persönlichen Steuersatz anstelle des Abgeltungssteuersatzes anwenden lassen.

Personen mit einem hohen persönlichen Einkommenssteuersatz und hohen Einkünften aus Zinsen erhalten mit der Ablösung des persönlichen Einkommenssteuersatzes durch die Abgeltungssteuer für Zinsen einen Steuervorteil.

Zugewinne aus Versicherungen werden auch weiterhin zur Hälfte mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. Auch an der steuerlichen Regelung bei privaten Immobilienverkäufen ändert sich nichts.

Nützliche Links:

  • Infoblatt Abgeltungssteuer des BVI
  • Broschüre Abgeltungssteuer des BVI und Focus Money
  • Abgeltungssteuerseite Bundesfinanzministerium
  • Abgeltungssteuer FAQ des BVI

Welchen Handlungsbedarf gibt es?

Kursgewinne aus Wertpapieren die vor dem 01.01.2009 gekauft wurden, bleiben strukturell steuerfrei.

Werden im Zuge der zukünftigen Jahre Umschichtungen vorgenommen, gelten diese, wie heute auch, als Verkäufe und Käufe. Für die Umschichtungen ab dem Jahr 2009 fällt bei späterem Verkauf dann aber die Abgeltungssteuer auf Kursgewinne an.

Daher gilt ab 2009 die grundsätzliche Maxime, eine langfristige Ausrichtung der Anlagen zu wählen, damit die später anfallende Abgeltungssteuer so weit wie möglich in der Zeit nach hinten geschoben wird und der Zinszins-Effekt maximiert wird.

Andererseits entfällt ab 2009 auch die Spekulationssteuer, so daß tradingorientierte Teile des Depots auch nicht mehr 12 Monate gehalten werden müssen, um der Spekulationssteuer zu entgehen.

Eine Anlage in Investmentfonds (und Aktien) noch im Jahr 2008 konserviert die Kursgewinnsteuerfreiheit langfristig!

Fonds können auf der Fondsebene alle Kursgewinne bei Umschichtungen auch nach 2009 steuerfrei vereinnahmen. Der Anleger muss also nur dieses Papier durchgngig halten und konserviert so seine persönliche Kursgewinnsteuerfreiheit.

Abgeltungssteueroptimierung des bestehenden Vermögens VOR der Abgeltungssteuer ist die Devise!

Es gilt daher Fonds zu finden, mit denen sich noch bis zum 31.12.2008 ein auf Jahrzehnte ausgerichtetes Basisinvestmentdepot (Altdepot) schaffen lässt, welches nach Möglichkeit bis zum geplanten Verkauf oder Vererbung nicht mehr verändert werden muß.

Die Depotstruktur muss bis zum Jahreswechsel darauf ausgerichtet werden, weitestgehend das zukünftige Basisinvestment des Gesamtdepots ab 2009 zu bilden = Konservierung!

Anlagen bis 31.12.2008 werden im Altdepot konserviert und möglichst nicht mehr angefasst. Neuanlagen ab 01.01.2009 dienen wieder dem Aufbau einer ausgewogenen Depotstruktur (Neudepot) und können dann wieder auch mehr Branchen- und Themeninvestments als Beimischungen enthalten.
Alt- und Neudepot zusammen, ergeben zukünftig wieder ein möglichst optimal ausgerichtetes Gesamtdepot.

Nützliche Links:


Welche Depotstruktur ist empfehlenswert?

Grundsätzlich muss es das Ziel sein das bestehende Vermögen in einem zu konservierenden Basisdepot zusammen zu fassen. So gilt es auch, die meisten oder alle Beimischungen in das Basisinvestment zu integrieren. Ab 2009 können Depotbeimischungen wieder normal angekoppelt werden.
Depotstruktur
Da bei allen diesen Überlegungen die Lebensplanung des Anlegers der bestimmende Faktor ist, müssen Risikomentalität und Anlagehorizonte berücksichtigt werden. Gelder für den Autokauf in vier Jahren dürfen nicht in Aktien, Gelder für die Altersversorgung in 30 Jahren müssen in Aktien. Es gilt die auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtete optimale Mischung zu finden.
Optimale Mischung - Anlagedauer und Risko
Wir berücksichtigen im aktuellen Zinstief bewusst keine reinrassigen Rentenfonds, sondern bevorzugen hier Produkte, die über Rentenanteile flexibel verfügen können. Siehe Immobilen und vermögensverwaltende Produkte.


Welche Produkte eignen sich?

Es gilt Fonds zu finden, mit denen sich noch bis zum 31.12.2008 ein auf Jahrzehnte ausgerichtetes Basisinvestmentdepot schaffen lässt, welches nach Möglichkeit bis zum geplanten Verkauf oder Vererbung nicht mehr verändert werden muß (Stickwort Vererbung: Wenn die Fondsanteile vererbt werden, die vorhandenen Fondsanteile also nicht verkauft sondern auf den / die Erben übertagen werden, gilt steuerlich der ursprüngliche Kaufzeitpunkt der Anteile. Sogar der Erbe kann so noch die Abschlagsteuer vermeiden!).

Bei der Auswahl entsprechender Fonds stellen sich u.a. folgende Fragen:

  • Wird es den Fonds noch in vielen Jahren geben?
  • Ist es absehbar, daß die Qualität des Fonds über Jahrzehnte oberstes Quartil bleibt?
  • Gibt es einen vermögensverwaltenden Ansatz?
  • Gibt es einen Multi Asset Ansatz?
  • Wie flexibel ist das Produkt?
  • Wird das Produkt langfristig nach gleichlautenden Regeln gemanagt?

Fraglich ist ebenfalls, ob Einzelfonds auf Dauer viele der oberen Punkte erfüllen können. Wir halten es daher für sinnvoll in diesem Bereich auch Dachfonds einzusetzen.

Nicht jeder Einzelfonds ist über Jahrzehnte die richtige Wahl. Im laufe der Zeit können Fondsmanagerwechsel, KAG-Verkäufe, Auflösungen von Fonds und viele andere Punkte einen heute hervorragenden Einzelfonds negativ beeinflussen. Ein Dachfondsmanager ist in der Lage seine Zielfonds für unsere Anlager steuerneutral auszutauschen, sollte es einen der Zielfonds mal erwischen.

Sind Dachfonds das allein seligmachende Gebot des Jahres im Hinblick auf die Abgeltungsteuer?
JEIN
Im Zuge der Umstrukturierung von Depots stoßen wir auf berechtigte Skepsis und Vorbehalte. Wir erachten sie als sinnvollen Teil der Vermögensplanung, weil wir vor der Herausforderung stehen, die jetzigen Fondsdepots bis Ende 2008 im Hinblick auf die Abgeltungssteuer optimieren zu müssen.
Die Depots sollten nicht komplett auf Dachfonds umgestellt werden. Dachfonds sind ein gutes Mittel zur Risikostreuung und - sofern sie inhaltlich so konzipiert sind - auch zur Risikoreduzierung. Oberstes Ziel der Depotstrukturierung muss es bis Ende 2008 sein, möglichst große Teile der Fondsvermögen so anzulegen, dass Sie nicht gezwungen sein werden, ab 2009 aus dem konservierten Altbestand heraus Fondstauschaktionen vorzunehmen. Bei einem Single-Fonds kann - auch wenn er breit und konservativ aufgestellt ist - nie gänzlich ausgeschlossen werden, dass er einmal aus bereits oben aufgeführten Gründen ausgetauscht werden muss. Wenn ein solcher Fondstausch innerhalb eines Dachfonds stattfindet, schlägt die Abgeltungssteuer nicht zu.
Der Haupteinwand gegen Dachfonds ist immer der der doppelten Kostenbelastung durch Dachfonds und Zielfonds. Dieser Einwand stimmt oft zwar grundsätzlich, aber doch auch wieder nicht in seiner Gänze. In der Praxis relativieren sich die zusätzlichen Verwaltungskosten des Dachfonds deutlich:

  • Der Dachfondsmanager erhält von den Single-Fonds, die er in seinem Dachfonds hält laufende Provisionen. Bei einem guten Dachfonds behält das Dachfondsmanagement diese Provisionen nicht für sich, sondern führt sie als Zusatzzahlung dem Fondsvermögen zu.
  • Wenn in einem Dachfonds Single-Fonds des eigenen Hauses enthalten sind (z.B. der Nordea European Value Fund im Nordea Value Masters - Dachfonds) so fallen beim Single-Fonds oft keine oder deutlich geringere Verwaltungskosten an.
  • Ein Dachfondsmanager wird in der Regel versuchen, sog. I-shares zu erwerben. Viele Fonds gibt es als normale Publikumsfonds und als Fonds für institutionelle Großanleger. Diese Großanlegerfonds haben eine deutlich niedrigere Kostenstruktur als die Publikumsfonds, in die Privatanleger einzahlen können.
  • Dachfonds können Papiere z.B. ETFs mit niedriger Kostenstruktur beimischen.

Unter dem Aspekt der Abgeltungssteuer kommen Dachfonds eine enorme Bedeutung zu. Sie können hier, als Fonds neben anderen, eine sehr positive Rolle spielen, vorausgesetzt, sie sind inhaltlich überzeugend konzipiert.

Offene Immobilienfonds werden von der Abgeltungssteuer am wenigsten tangiert. Die Erträge ausländischer Fonds wie Mieteinkünfte oder Veräußerungsgewinne, bleiben steuerfrei da diese im Ausland bereits vom Fonds versteuert wurden. Dies führt dank Doppelbesteuerungsabkommen zu hohen steuerfreien Anteilen der Erträge.

Im folgenden finden Sie eine Reihe von Fonds, welche Sie sich als mögliche Bausteine des zu konservierenden ALT-Depots ansehen könnten. Bitte prüfen Sie grundsätzlich immer, ob der ausgesuchte Fonds wirklich zu Ihren Anlagezielen passen.

Dachfonds Aktien:

Nordea FoF Value Masters Fund BP EUR

Anlageziele sind Kapitalerhalt und und eine angemessene Rendite mit Valueorientierten Strategien. Die Anlage des Fondsvermögens erfolgt weltweit in Fonds, die in erster Linie in Aktien, Renten, Barmittel oder sonstige übertragbare Wertpapiere investieren. Dabei werden mindestens 60% des Fondsvermögens regelmäßig in Aktienfonds angelegt.

Der Fonds wurde aus Kostengründen aus einem bestehenen Fonds umgebaut und kein neuer Fonds gegründet. Daher sind die Ergebnisse der Vergangenheit nicht aussagekräftig für die Entwicklung des Fonds! Es handelt sich um einen Fonds der unter Beteilung von Vermittlern im Anlageausschuß gemanaged wird.

Acatis 5 Sterne Universal Fonds

Das Fondsmanagement investiert vorwiegend in internationale Aktienfonds. Die einzelnen Fonds müssen mit 5 Sternen geratet sein und zu den besten 10% der jeweiligen Kategorie gehören. Ausgehend von etwa fünfzig generischen Anlagekategorien (geographischer Schwerpunkt, Branche, Marktsegment etc.) wird für jede einzelne Kategorie ein optimaler Fonds selektiert.

Dachfonds Vermögensverwaltend:

Perpetuum Vita Basis R

Der Fonds ist als breit streuendes, internationales Basisinvestment der Standardmärkte anzusehen. Er kann Investments unterschiedlicher Stile wie Growth, Value, Blue Chips sowie Small Caps verwenden und die globalen Standardmärkte nutzen. Der Multi Invest OP hat keine Spezialisierung auf einzelne Regionen und unterliegt diesbezüglich auch keinerlei Beschränkungen.

Die grundsätzliche Zielsetzung ist hier die Nutzung weltweiter Chancen im Bereich der Standardmärkte; dabei immer eng überwacht durch die im Hintergrund arbeitende Absicherungssystematik.

In Wachstumsphasen der Börsen investiert der Multi Invest OP ausschließlich in Aktienfonds, während Geldmarkt- oder Rentenfonds bzw. Barmittel nur zur Überbrückung in von uns als verlustreich erkannten Börsenphasen dienen und damit kein eigentliches Renditeziel verfolgt wird. Aufgrund seiner Zulassung kann der Multi Invest OP in Phasen weltweit übergreifend schwacher Aktienmärkte vollständig schwankungsfrei bis zu 100% in Geldmarkt- oder Rentenfonds bzw. Barmittel aufgestellt werden.

GIP Universum

(Dieser Fonds wurde zum 31.3.2010 geschlossen)

Vermögensverwaltender Anlagegrundsatz. Anlageziel ist nachhaltiges Kapitalwachstum. Hierzu wird das Fondsvermögen weltweit jeweils bis zu 100% in Fondsanteile (z.B. Aktien-, Index-, Renten-, Misch-, Genussschein-, Wandelanleihen-, Zertifikate-, Single-Hedge-, Dach-Hedge-, Immobilien- oder auch Geldmarktfonds) investiert. Darüber hinaus kann in Aktien, Zertifikaten auf einzelne Wertpapiere, REITS, Income Trusts, Anleihen, strukturierten Produkten, Genussscheinen sowie in einzelnen fest- oder variabelverzinslichen Wertpapieren, Schuldverschreibungen, Zerobonds, Optionsscheinen und Geldmarktinstrumenten angelegt werden.

Dachfonds Absolute Return

Sauren Global Defensiv A

Der Sauren Global Defensiv A strebt als Anlageziel die Erhaltung des Kapitals und die Erzielung eines möglichst kontinuierlichen Wertzuwachses in Euro an. Der Sauren Global Defensiv A investiert sein Vermögen weltweit variabel in Aktien-, Renten-, Misch-, offene Immobilien- und Absolute-Return-Fonds. Je nach Einschätzung der Marktlage kann das Fondsvermögen auch vollständig (max. 100%) in eine der vorgenannten Fondskategorien angelegt werden (Absolute-Return-Konzept). Zum bevorzugten Einsatz kommen Renten-, Immobilien- bzw. Geldmarkt/-nahe Fonds, die in Euro notieren sowie eine Wertentwicklung in Euro anstreben.

Dachfonds Immobilien:

Ampega Real Estate Plus

Anlageziel des Ampega Portfolio Real Estate P ist eine langfristig attraktive Rendite. Bis zu 100% des Fondsvermögens, jedoch mindestens 51% werden weltweit in Anteile an einem oder mehreren Immobilienfonds investiert. Bis zu 49% des Fondsvermögens dürfen in Wertpapieren von Unternehmen, die sich im Bereich der Immobilienwirtschaft betätigen, angelegt werden. Bis zu 49% dürfen in Anteile an anderen Fonds, in verzinsliche Wertpapiere oder in Geldmarktinstrumente, Geldmarktfonds und Bankguthaben investiert werden. Fonds mit zusätzlichen Risiken (Hedgefonds) dürfen bis zu 10% des Fondsvermögens erworben werden.

GIP Massiv

(Dieser Fonds wurde zum 29.6.2012 geschlossen)

Das Hauptziel der Anlagepolitik des GIP Massiv besteht in der Erwirtschaftung eines kontinuierlichen Wertzuwachses in Euro unter der Berücksichtigung der Kriterien Wertstabilität, Sicherheit des Kapitals und der Liquidität des Fondsvermögens. Um dieses Anlageziel zu erreichen, wird das Fondsvermögen überwiegend in Immobilienfonds investiert. Rentenfonds können beigemischt werden.

Aktienfonds:

M&G Global Themes Fund A

Der M&G Global Basics Fund A investiert weltweit vorrangig in Aktien von Unternehmen, die in der Grundstoffindustrie aktiv sind (Primär- und Sekundärindustrie), und in Unternehmen, die diesen Industriebereichen ihre Dienste anbieten. Das einzige Ziel des M&G Global Basics Fund A ist das langfristige Kapitalwachstum. Das Portfolio besteht aus 40 bis 50 Positionen mit einem Schwerpunkt auf größeren, liquideren Werten.

Sparinvest Global Value EUR R

Das Anlageziel des Sparinvest - Global Value liegt darin, bessere langfristige Renditen durch die aktive Anlage in ein gut diversifiziertes Portfolio mit Betonung auf Substanzwerten und gleichzeitiger Aufrechterhaltung eines optimalen Rendite-Risiko-Verhältnisses für Anleger zu erwirtschaften. Der Sparinvest - Global Value ist ein globaler Fonds ohne spezifische sektorale oder regionale Ausrichtung. Als Hauptziel ist der Sparinvest - Global Value bestrebt, Unternehmen zu finden, die den Kriterien des Value-Prinzips entsprechen. Mit dem Anlageansatz wird die Bottom-up-Methode verfolgt.

Carmignac Investissement A EUR acc

Der Carmignac Investissement investiert in internationale Aktien. Sein Ziel besteht darin, durch eine aktive Verwaltung ohne grundsätzliche Beschränkung auf eine bestimmte Region oder einen bestimmten Sektor, Typ oder Umfang von Wert eine absolute und maximale Wertentwicklung zu erzielen. Dabei verfolgt er nicht das Ziel, einen Referenzindex zu übertreffen.

LINGOHR SYSTEMATIC INVEST

Der LINGOHR-SYSTEMATIC-LBB-INVEST nutzt eine strukturierte, systematische Anlagemethodik, eine Mischung von aktivem und passivem Management, bei der Kauf- und Verkaufsentscheidungen automatisiert sind. Nur wenn eine Aktien die Anlagebedingungen erfüllt wird sie gekauft. Persönliche, emotionale Werturteile fließen in den Entscheidungsprozess nicht ein. Im Kernportfolio wird in jedes Land der gleiche Betrag investiert, jedoch in jedem Land nach einem anderen, intensiv getesteten Auswahlmodell. Innerhalb eines Landes wird in jede Aktie der gleiche Betrag investiert.

Einzelfonds Immobilien:

CS Euroreal A EUR

(Dieser Fonds wird zum 30.04.2017 aufgelöst)

Der CS Euroreal ist investiert in ausgesuchte, gewerblich genutzte Immobilien in den Ländern der EU. Entscheidend für die Auswahl der Liegenschaften sind Standort, Lage, Nutzung, Alter, Grösse und Zustand der Objekte sowie die Bonität der Mieter.

AXA Immoselect

(Dieser Fonds wird zum 20.10.2014 aufgelöst)

Der AXA Immoselect investiert überwiegend in Büro- und Verwaltungsgebäude, gemischt genutzte Flächen, innerstädtische Einzelhandelsflächen sowie multifunktionale Büro- und Serviceflächen mit Mietern guter Bonität. Bei der Selektion der Liegenschaften stehen die nachhaltige Ertragskraft und die Wertentwicklung im Mittelpunkt, wobei die wirtschaftlichen und standortbezogenen Risiken und Chancen der Liegenschaften sorgfältig bewertet und berücksichtigt werden.


Auf welche Besonderheiten muß ich achten?

Verschiedene Themengebiete beeinflussen die Umstrukturierung der Depots für die Abgeltungssteuer:

  • Wie werden die Depotbanken Lösungshilfen von der Verwaltungsseite bieten?
  • Thesaurierend oder ausschüttend?

Lösungen der Depotbanken

Inzwischen bietet jede Depotbank eine Lösung zur Trennung der abgeltungssteuerfreien Alt-Anteile und der nach dem 1.1.2009 gekauften Neu-Anteile die der Abgeltungsteuer unterliegen. Die jeweilige Lösung finden Sie in der Übersichtsseite der jeweiligen Fondsgesellschaft.

Aktien sind die richtige Wahl

Wir gehen u.a. von folgenden Annahmen aus:

  • Die ideale Depotstruktur verlangt eine optimale Struktur mehrerer Assetbereiche.
  • Die Mentalität des (deutschen) Anlegers verlangt grundsätzlich zyklisch das Falsche.
  • Timing ist nicht oder nur bedingt möglich

Für die Umsetzung gibt es keine Patentrezepte. Zwei Feststellungen sollten aber grundsätzlich unsere Entscheidungen beeinflussen:
  • Es gibt den Zinsundzinseszins-Effekt
  • Aktien schlagen langfristig Renten

Der konservierte Teil unserer ALT-Depots wird in aller Regel langfristig investiert. Daher sollte der Aktienanteil der Depots (je nach Anleger) nicht zu klein sein, so Sie keine Rendite verschenken wollen. Aktuelle Ängste sollten möglichst bei solch langfristigen Investments ausgeblendet werden.

Nützliche Links:

Thesaurierend / Ausschüttend

Für den Anleger spielt es momentan in der Praxis kaum eine Rolle, ob sie einen thesaurierenden oder einen ausschüttenden Fonds im Depot haben. Denn während in der thesaurierenden Variante Erträge quasi vollautomatisch im Fondsvermögen verbleiben, werden die ausgeschütteten Erträge im zweiten Fall von der Depotbank oft ebenso vollautomatisch wieder reinvestiert.
Steuerlich werden ausgeschüttete oder thesaurierte Erträge gleich behandelt. Das bedeutet, alle Erträge, ob ausgeschüttet oder thesauriert, sind als Einkünfte aus Kapitalvermögen zu versteuern. Bei thesaurierenden Fonds werden die Erträge im Sinne der fiktiven Zuflussfiktion als dem Anleger zugeflossen gewertet.
Kursgewinne sind bei Fonds, die bis Ende 2008 gekauft werden und länger als ein Jahr gehalten werden, steuerfrei.

Abgeltungssteuer auf Kursgewinne
Hier setzt die wohl grundlegendste Änderung ab 1.1.2009 ein: Beim Fondsanteile, die nach diesem Stichtag gekauft werden, greift die Abgeltungssteuer auf Kursgewinne immer, egal ob der Anteil einen Tag oder zehn Jahre gehalten wurde.

Thesaurierende und ausschüttende Fonds unterscheiden sich ab 2009 bei der Besteuerung von Erträgen aus Zinsen und Dividenden nicht. Das Halbeinkünfte-Verfahren für Dividenden wird abgeschafft, in beiden Ertragsarten greift bei beiden Fondsvarianten die Abgeltungssteuer.

Anders sieht die Sache bei Veräußerungsgewinnen auf Fondsebene aus. Stammen die Ausschüttungen aus Geschäften, die vor 2009 eingegangen wurden, sind sie steuerlich nicht zu erfassen. Werden die Geschäfte nach Anfang 2009 eingegangen, greift bei der Ausschüttung solcher Gewinne die Abgeltungssteuer, bei einer Thesaurierung werden die Gewinne nicht erfasst. In diesem Fall greift der Fiskus erst zu, wenn der Anleger seine Fondsanteile verkauft. In der Praxis werden aber auch bei ausschüttenden Fonds Veräußerungsgewinne, im Gegensatz zu Zins- und Dividenden-Erträgen, in der Regel nicht ausgeschüttet.

Um eine möglichst geringe Zahl neuer Anteile nach dem 01.01.2009 durch Ausschüttungen zu erhalten, bieten sich thesaurierende Fonds an!

Wichtig: Beachten Sie aber die folgenden Hinweise zu ausländischen thesaurierenden Fonds!

Steuerstundung über Auslands-Fonds
Eine Ausnahme von der annähernden Gleichstellung zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds stellen ausländische Fonds dar, die Zins- und Dividendenerträge thesaurieren:
Statt der jährlichen Besteuerung dieser Erträge, findet die Besteuerung erst beim Verkauf der Fondsanteile statt. Es entsteht so ein Steuerstundungseffekt. Die Abgeltungssteuer greift also dann erst beim Verkauf der Fondsanteile und kumuliert für die gesamte Haltedauer.

Hier sollte der Anleger die ausschüttungsgleichen Erträge während der Haltedauer alljährlich in seiner Steuererklärung angeben! Sonst entfällt möglichweise eine spätere Anrechnung im Rahmen der Steuererklärung.