Strategiewechsel

vom 01.09.2003

Veränderte Marktlagen erfordern generell eine Beobachtung des Portfolios und eine Abgleichung der eigenen Positionierung mit der aktuellen Börseneinschätzung.

Dabei können unter Umständen Strategiewechsel sinnvoll sein, zu denen sich Anleger häufig jedoch schwer entscheiden können. Vor allem dann, wenn sich der Verkauf von Positionen empfiehlt, die im Verlust sind. An dieser Stelle wird häufig und verständlicherweise argumentiert, man wolle keine Verluste realisieren. Hierzu sei folgendes angemerkt: Der hohe Spezialisierungsgrad einzelner unter Umständen gewählter Fonds zwingt förmlich dazu, nach der Partizipation an einem Trend Kasse zu machen oder Gefahren, denen der Fondsmanager aufgrund seines gegebenen Schwerpunkts nicht ausweichen kann, durch Verkauf der Position vorzubeugen. Zu einem späteren Zeitpunkt kann ein Rückkauf des selben Fonds wieder sinnvoll sein. Hat man sich also nicht für breit, über alle Assetklassen streuende Vermögensverwaltungsfonds entschieden, in denen das Fondsmanagement für uns das Timing übernimmt, müssen wir (Berater/Kunde) selbst handeln und unser Depot den Marktgegenheiten anpassen. Verluste realisiert man nach unserer Interpretation nur dann, wenn nicht im Anschluss wieder investiert wird. Die Suche einer besseren Alternative zu bestehenden Strategien und eine Entscheidung für zu diesem Zeitpunkt dann mehr versprechendere Produkte ist notwendig. Das sei vor allem jenen Investoren ans Herz gelegt, die den einen oder anderen Branchen- und Themenfonds verlassen sollten und jenen, die über eine Reduzierung von Rentenfonds nachdenken müssen.

weitere Artikel