Emerging Markets Report

vom 02.06.2003

vom 31.05.2003

Als attraktive Depotbeimischungen haben sich einmal mehr Aktienfonds für Schwellenländer erwiesen. Ihre Korrelation mit den etablierten Märkten ist relativ gering. Natürlich beeinflussen auch globale Entwicklungen die Kursentwicklung, so hatte der Irak-Krieg auch die Börsen der Emerging Markets belastet. Es gibt aber auch zahlreiche regionale Einflussfaktoren, die mal positiv, mal negativ wirken.


Russland profitiert schon seit längerem von zunehmender politischer und wirtschaftlicher Stabilität. Zumindest letztere resultiert aus den hohen Energiepreisen und den Öl- und Gasexporten, die dem Land sowohl in der Handelsbilanz als auch im Staatsbudget Überschüsse bescheren. Zentraleuropa profitiert dagegen von seiner zunehmenden Annäherung an Westeuropa. Der Konvergenzprozess schreitet voran, fällt aber immer mehr Ländern angesichts konjunktureller Probleme schwer. Der MSCI-Osteuropa befindet sich aber in einem intakten Aufwärtstrend und stieg zuletzt über 120 Punkte. Anfang des Jahres waren es 98 Punkte. Weniger stetig, unterm Strich aber auch aufwärts, ging es in den letzten Monaten mit Lateinamerika. Die größten Turbulenzen verzeichneten die Aktienmärkte in Südostasien. Sie konnten im Mai die zuvor erlittenen SARS-bedingten Verluste "ausbügeln". Der MSCI-Asien stand zuletzt bei 231 Punkten, knapp unter dem Stand bei Jahresbeginn, aber deutlich über den 208 Punkten von Ende April. Alle "Tiger-Börsen" versuchen einen neuen Aufwärtstrend aufzubauen. Beispielsweise durchbrach der Hang Seng Index in Hong Kong seinen Abwärtstrend bei rund 9.000 Punkten und demonstrierte mit zuletzt 9.487 Punkten Aufwärtsdynamik. Weltweite Emerging Markets-Fonds bleiben eine sinnvolle Depotbeimischung.


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